Microsoft-Preise: The Sky is The Limit

Alles wird viel teurer, auch die Microsoft-Preise steigen natürlich an. Aber wie sie das wieder machen, die Herrschaften derer aus Redmond. Man könnte fast meinen, der Laden aus dem US-amerikanischen Nordwesten denkt sich: Jetzt haben wir die halbe Welt schon mal am Haken, da können wir sie auch gleich mal richtig melken. Natürlich ist mir klar, dass es eben nicht so einfach ist. Aber ich kann ja nun auch nichts dafür, dass es genau danach aussieht. Ich bin da alles andere als begeistert.

Wie entwickeln sich die Microsoft-Preise?

Wenn man sich so umschaut, wie das mit den Microsoft-Preisen weitergeht, dann wird einem schon echt übel. PowerBI steigt um bis zu 40%. Das steht schon seit November fest. Office ist ja schon teurer geworden. Aber es sind eben auch die Server, bei denen man empfindliche Preissteigerungen beobachten kann. Ich meine, man könnte jetzt ketzerisch formulieren: Wer es geschafft hat, eine derartige Marktdominanz zu entwickeln, diktiert schamlos die Preise.

Darüber hinaus gibt es ab Herbst die überaus wichtigen Serverprodukte Exchange Server und Skype For Business Server nur noch im Abo. „Subscription Edition“ nennt es der Laden. Und wie das bei Abos halt so ist: Es gibt da durchaus Organisationen, die hinter so einer Preis- und Produktpolitik eine Art „Abofalle“ vermuten. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass es da einige Organisationen gibt, die dann doch noch schnell das Weite suchen. NextCloud, MDaemon etc. fallen mir da ein. Ach ja, und Linux als Betriebssystem.

Warum machen die das?

Nein, die Trump’sche Zollpolitik der letzten Tage ist da noch gar nicht mit eingepreist. Man kann sich also tatsächlich fragen, ob das so eine kluge Idee ist. Oder ist es so, dass wir akzeptieren müssen, dass Microsoft zur großen US-Tech-Oligarchie gehört wie Meta, X, Amazon, Google und Oracle? Die diktieren einfach mal den Markt und scheren sich einen feuchten Dreck um andere. Kann man das wirklich denken? Könnte sein. Muss aber nicht.

Es ist nun einmal so, dass die Cloud-Anbindung, die so ziemlich jedes Produkt von Microsoft betrifft, dafür sorgt, dass die Produkte kontinuierlich überarbeitet werden. Wenn wir ehrlich sind, sparen sie dann aber bei solchen Sachen wie Support, wie ich es irgendwie täglich erlebe. Also sind wir wieder nur dabei, dass wir denken, dass die Microsoft-Preise halt Mondpreise sind, weil das der Laden wegen seiner Marktmacht so kann? Wer weiß.

Das Ganze findet zum 1. Juli statt. Und was dann? Kommt dann demnächst die nächste Preisrunde, weil Nutzer und Unternehmen denken, es gibt eh nichts anderes oder besseres als Microsoft? Man skandiert gern einen in Richtung digitale Selbstverteidigung. Und dann telefoniert man trotzdem über Teams oder findet es schade, dass Skype nun eingestellt wird. Könnt ihr euch da auch mal entscheiden?

Am Ende kommen die Microsoft-Preise durch Inflation und Lieferketten zustande, aber eben parallel auch, weil es Microsoft kann und weil deren Nutzer sich keinen Wechsel woanders hin zutrauen. Es gibt ja quasi keine Konkurrenz für Microsoft. Das sagt auch jeder IT-Dienstleister. Mit „Email-Programm“ ist Outlook gemeint, mit „Datenbank“ ein SQL Server. Und so geht das reihum. Da denkt sich Microsoft auch: Dann mal ran an den Speck. Aber vielleicht täusche ich mich auch, und der Laden hat genug Konkurrenz. Was denkt ihr?

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3 Gedanken zu „Microsoft-Preise: The Sky is The Limit“

  1. IT ist ja wohl auch der einzige Bereich, wo Trump und Co wirklich die Hand am Hebel haben. Linux wurde Jahrzehnte vernachlässigt- man hatte damals ja SuSe- hätte man fördern können und eine Art „Behördendistro“ daraus machen. Wollten wir aber- dank Lobbyarbeit- nicht.

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  2. „Es ist nun einmal so, dass die Cloud-Anbindung, die so ziemlich jedes Produkt von Microsoft betrifft, dafür sorgt, dass die Produkte kontinuierlich überarbeitet werden.“

    Und kürzlich erst haben sie eine der verbliebenen Möglichkeiten, das Microsoft-Konto bei der Installation zu vermeiden (und ein Lokales anzugeben) entfernt. Eine soll noch übrig sein, aber wie lange?
    Ein Glück, das ich als schlichte End-Userin mit einem alten Win 10 kaum betroffen bin. Noch ohne MS-Konto, trotzdem spielen sie mir ihre News ein und wollen mich bei jedem Start mit einem fast flächendeckenden Kommunikationsdingens zum „Pilot“ locken – nervt, geht aber noch.

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