Cookie-frei: Ich will euch nicht kennen

„Ey, sag mal, Uhle, wieso fragst du nicht, ob du Cookies setzen darfst?“ – „Weil ich das nicht mache, dieser Blog ist nämlich Cookie-frei“. Fragt ihr euch jetzt auch, ob ich noch alle Latten am Zaun habe, weil ich hier fröhlich vor mich hin selbstgesprächige? Aber es ist ja eigentlich ganz einfach: Ich muss euch Schlingel von vornherein einfangen, damit ihr auch mitbekommt, dass das echt wichtig ist. Also mir. Euch hoffentlich auch. Und den Datenschutz-Leuten ja ohnehin.

Ist der Blog echt Cookie-frei?

Laut „Termly“ ist der Blog cookie-frei

Es ist ja nicht so ganz einfach, WordPress Cookie-frei zu betreiben. Irgendwas ist halt immer, und nicht zuletzt die WordPress-Updates popeln irgendwelche Möchtegern-Cookies in die Installation. Und so hilft es immer mal wieder zu gucken, ob denn das Versprechen noch gilt, dass ich euch nicht kennen will und mir deshalb Cookies und all der jämmerliche Ballast gestohlen bleiben können. Und wer will, kann den Bericht direkt mal aufrufen: HIER KLICKEN, NUN MACH SCHON!

Ich hatte bis vor kurzem irgendwas mit Emojis hier im Blog aktiv, obwohl das eigentlich inaktiv sein sollte. Das war das einzige Cookie, das gesetzt war. Davon wäre zwar die Welt nicht untergegangen, aber auch das habe ich beseitigt, indem ich hier mal was gelesen habe. Ich meine, was soll ich denn auch mit euren Daten? Ich will selbst keine Daten von mir unnütz rausgeben. Warum sollte ich dann eure haben wollen? Und ich sag mal so: „Partner“ habe ich eh nicht. Also brauche ich auch keine Cookies.

Ich habe zwar hier geschrieben, dass ich die DSGVO für maßlos übertrieben halte. Das hat aber andere Gründe, die aufzuzählen jetzt den Rahmen sprengen würde. Ich denke aber, dass man als Blogger – vor allem, wenn man das als Hobby macht – auf unnötige Datenerhebung verzichten kann und deshalb seinen Blog auch Cookie-frei betreiben kann. Sagt mir nicht, dass das für euch unmöglich ist. Denn es geht problemlos. Auch für euch. Ausreden lasse ich nicht gelten.

Wie komme ich auf das schmale Brett?

Der Holger ist diesmal schuld. Ich meine, mal abgesehen davon, dass man ja dennoch ab und zu mal überprüfen sollte, ob der Blog noch Cookie-frei ist. Aber er hat mal aufgeschrieben, wie sich das mit den Cookies verhält. Mir war das zwar grundsätzlich klar. Aber es ist dennoch gut, dass es da diesen überaus langen, aber sehr lesenswerten Artikel gibt. Cookies sind quasi die Koli-Bakterien des Internets. Niemand will sie haben, und sie machen nur Ärger.

Und ich habe deshalb beschlossen, Seiten, auf denen ich nicht per einfachem Klick die Cookies ablehnen kann, ohne mich auf kilometerlange Erklärungsbäume einzulassen, in einer Liste zu pflegen und dann einfach nie wieder aufzusuchen. Wenn ich 800 „Partner“ bewerten und deren Datenschutzerklärungen lesen muss, nur um eine Kurzmeldung zu irgendwas auf einer Newsseite zu lesen, will ich die dann gar nicht mehr lesen. Dann begegnet mir der Inhalt irgendwann sowieso auf Mastodon oder Bluesky.

Jedenfalls bin ich froh, dass ich niemandem irgendeinen Almanach über den Zaun schmeißen muss, der meinen Blog besucht. Und ich würde mich freuen, wenn auch andere so denken würden. Wie gesagt, es ist keinerlei Hexerei, einen popeligen, in der Freizeit geschriebenen Blog Cookie-frei zu betreiben. Wer das – auch mit Hilfe – nicht hinbekommt, sucht dann nur nach Ausreden, trotzdem Daten seiner Besucher einzusammeln. Und die will ich gar nicht haben. Und um den Holger von oben zu zitieren:

Wer 2025 noch Cookies einsetzt, obwohl er es nicht muss,
verfolgt entweder ein übergriffiges Geschäftsmodell –
oder hat technisch den Anschluss verpasst.
Und manchmal sogar beides.

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2 Gedanken zu „Cookie-frei: Ich will euch nicht kennen“

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