Newsletter-Ärger, und das immer wieder

Ich muss euch mal von meinem Newsletter-Ärger erzählen. Ich hoffe doch, ihr seht das da auch so, dass ich da kaum noch Lust darauf habe. Und nein, es handelt sich nicht um rechtlichen Ärger. Aber es funktioniert einfach nicht mehr so, wie ich mir das vorstelle. Und deshalb muss ich mir hier etwas überlegen, obwohl ich das eigentlich nicht will. Ja, ich mach’s kurz, bevor ich es erkläre: Ich denke darüber nach, den Newsletter einzustellen. Aber nicht so schnell, vielleicht fällt mir ja irgendwas gutes ein.

Was ich an Newsletter-Ärger so habe?

Ein Teil von meinem Newsletter-Ärger

Ich weiß nicht, woher das kommt, aber seit einiger Zeit haut mir MailChimp mit dem vorgefertigten Block für einen RSS-getriebenen Newsletter diese Freifläche in die Email. Ich dachte mir lange Zeit, dass das vielleicht ein Anzeigeproblem sei. Aber nun kam ein Empfänger um die Ecke und fragte mich, was es damit auf sich hat. Ich habe echt gesucht, woran das liegt. Irgendein Steuerzeichen, das nichts anzeigt, verursacht das offenbar. Wie ich das löse? MailChimp schweigt.

Übrigens genauso, wie MailChimp dazu schweigt, dass nur 10 Beiträge in der Email enthalten sind, obwohl ich im März 24 Artikel hatte. Kann MailChimp nicht mehr? Wollen die, dass ich Geld einwerfe? Muss ich den oben erwähnten Block für meinen RSS-getriebenen Newsletter umbauen? Keine Ahnung, da ich nichts in der Hilfe finde. Freunde, so macht das echt keinen Spaß mehr. Das versteht ihr sicher. Und ich habe auch keine Lust mehr, ständig an dem Kram herumzufummeln.

Was sind denn die Alternativen?

Wenn ich mir so anschaue, wie der Artikel in der Vorschau aussieht, sehe ich, dass das Thema Newsletter-Ärger nicht neu ist. Guckt mal runter ans Ende von dem Artikel. Immer wieder habe ich davon gequatscht. So ging es auch mal um die Häufigkeit. Ich hatte mich bewusst dafür entschieden, meine Abonnenten nur einmal im Monat zu belästigen. Klar, da laufen natürlich einige Artikel auf. Ich habe nun zum Test auf wöchentliche Versendung umgestellt. Aber froh bin ich nicht darüber.

Aber reden wir mal über Alternativen. Was wird da immer das Newsletter-Plugin – das mit dem Briefumschlag – hochgejubelt. Wenn ich aber einen wiederkehrenden Newsletter mit all meinen Artikeln fabrizieren will, soll ich Geld einwerfen. Es gibt auch Alternativ-Dienste zu MailChimp. Einer davon ist Brevo. Die machen aber auch nix ohne Geld. Und Entschuldigung, dafür wirft mein Blog nicht genug ab. Ich wollte die Leser über Blogartikel informieren, die mir anderweitig nicht folgen, mehr nicht.

Natürlich kann ich auch das JetPack-Monster einsetzen. Das geht wohl auch trotz DSGVO. Zumal ich dieses Affentheater eh für maßlos übertrieben halte. Aber sei’s drum. Jedenfalls kann ich mit JetPack Beitragsbenachrichtigungen raussenden. Aber will ich das? Ich bin unschlüssig. Ich war eigentlich schon ganz froh drum, dieses Monster los zu sein. Ich habe halt die Befürchtung, dass ich mir da wieder Probleme ins Haus hole, die ich niemals wieder haben will.

Und statt Newsletter?

Wenn ich nun keinen Newsletter-Ärger mehr haben will, welche Möglichkeiten kann ich denn dann meinen Lesern anbieten? Klar, Mastodon und Bluesky gehen immer. Einfach nach meinem Namen suchen, siehst du schon. Was aber, wenn man dort nicht ist? Ich will eigentlich nicht zurück in die kommerziellen sozialen Medien. Ich lebe eigentlich ganz ruhig so. Aber mir ist natürlich klar, dass ich so Leser ausschließe. Und da kommen ganz wilde Sachen ins Spiel.

Ich könnte zum Beispiel eine Funktion hier einbauen, die bei Aktivierung immer aufpoppt, wenn ein neuer Beitrag online ist. Aber ganz ehrlich, damit würde ich Leute vergraulen. Denn es ist nicht meine Art, den Lesenden auf die Nerven zu gehen. Ganz einfach deshalb, weil ich das selbst nicht will und weiß, wie das mit dem Generve so ist. Also bleibt statt Newsletter eigentlich nur eine einzige Sache übrig, die auch wirklich funktioniert. Und das ist RSS.

Ja, auch der aktuelle Newsletter über MailChimp läuft mit RSS. Meinem Blog kann man im Fediverse via RSS folgen. Alles im Internet läuft per RSS. Hier habe ich ein paar Möglichkeiten für RSS aufgeführt. Und wer den Inoreader benutzt, kann diesen Link zum Blog nutzen. Probiert euch da einfach mal aus. Es gibt nichts, womit man Webseiten folgen kann, das besser funktioniert wie der gute alte RSS Feed. Der ist seit – Achtung! – 2002 unverändert, weil er halt einfach läuft.

Fazit

Also nochmal: Ich bin denkbar unzufrieden durch all den Newsletter-Ärger, den ich mit MailChimp habe. Das Newsletter-Plugin ist für mich nicht tauglich, da etwas vergleichbares zum jetzigen Newsletter Geld kostet. Mailpoet habe ich noch nicht probiert. Brevo ist unbrauchbar. Somit bleibt nur die Wahl zwischen dem bisherigen Newsletter in veränderter Form oder – weil es mit Abstand am besten funktioniert – RSS.

Ihr könnt RSS-Feeds auf alle mögliche Weise folgen. Wie ihr das macht, habe ich vor Jahren bereits erklärt. Und hier noch eine Anleitung, falls ihr mir nicht glaubt: Moviescape zum Folgen per Feedly. Und das Allerbeste an RSS-Feeds:

Niemand schreibt euch vor, wie sehr euch irgendwas zu gefallen hat. Haut in das Programm, mit dem ihr die Feeds abruft, einfach alle Seiten, die euch gefallen und verzichtet auf irgendeinen Kram von den kommerziellen Netzwerken. So findet ihr dann vielleicht auch wieder etwas. Wer soll es euch denn verbieten?

Einfach mal weitersagen

8 Gedanken zu „Newsletter-Ärger, und das immer wieder“

    • Ja, nun, die Idee kam eigentlich vor vielen Jahren, um meine Mutter mit meinen Blogartikeln zu belästigen. Die fand das eigentlich ziemlich gut. Aber da war das auch noch einfach. Jetzt kriegst du jedes Mal einen Anfall, wenn du da herumwurschtelst.

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  1. Wie, es gibt etwas anderes als RSS? Das kann aber nicht besser sein, oder?

    (So schade, dass eine ganze Generation nachgewachsen ist, die nicht mehr weiß, was ein Feedreader ist und wozu man ihn gebrauchen könnte.)

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    • Erklär das mal Leuten, die Facebook als „das Internet“ ansehen. Ich will da gar nicht von oben herab argumentieren. Wenn aber selbst ITler auf die Idee kommen zu erzählen, dass doch Facebook besser als RSS ist, man RSS nicht trauen dürfe und RSS eh überholt ist, dann hast du keine Argumente mehr.

      Ich meine, ich habe immer wieder erklärt, wie man RSS in Mailprogramme reinpopelt, wie man RSS mit Feedly / Inoreader (funktioniert ja beides vergleichbar) benutzt und so weiter. Irgendwann sagst du dir dann eben auch: Da kannst du dann echt nicht mehr helfen. Es steht ja alles da. Und mit Rückfragen bekommt man auch als Laie etwas erklärt. Dann aber immernoch die kommerziellen Plattformen zu bevorzugen, erschließt sich mir nicht.

      Ich habe genug Ärger mit dem Newsletter gehabt. Wenn meine jetzige Umstellung nicht fruchtet, muss der leider weg.

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  2. RSS taugt leider nicht für Leute, die mit Technik wenig am Hut haben, unabhängig vom Alter… ich versuche das auch mehr schlecht als recht über RSS-basierte Mailbenachrichtigungen zu lösen.

    Aktuell nutze ich dafür MailPoet, allerdings nervt es mich da bei 8 Blogs, dass ich einen Account je Blog brauche. Tatsächlich hatte ich mir dieser Tage mal Brevo angeschaut – wenn ich das richtig verstanden habe, könnte ich da nämlich verschiedene RSS-Newsletter in ein und demselben Account verwalten, da jedes Anmeldeformular und jeder Feed an einer eigenen Abonnentenliste dranhängen. Das klang eigentlich sehr nett – was hast du denn für Erfahrungen mit Brevo gemacht und warum kommt es für dich nicht in Frage?

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    • Dass RSS grundsätzlich nix für nicht-Technik-affine Menschen taugt, würde ich nicht mal so behaupten. Ich meine, einen Account bei Inoreader oder einem anderen Dienst kann jeder anlegen. Und dann klickst du auf irgendein „+“ und legst dir alles an. Aber ja, es ist nicht so komfortabel.

      Ich hatte im Hinterkopf, dass MailPoet und Brevo beide was kosten. Mein Blog wirft nix ab. Ich müsste eine Kaffeekasse aufmachen, in die niemand irgendwas einzahlt, und dann zu entscheiden, dass die Dienste dann auch wieder mein Budget sprengen. MailChimp nun auch. Ich erhielt die Meldung, dass RRSS driven campaigns künftig nur noch kostenpflichtig sind. Tut mir leid, das mache ich dann nicht mehr mit.

      Ich hab mit Brevo etwas rumgespielt, aber irgendwie bin ich nicht weiter gekommen. Ich weiß auch gar nicht mehr, wieso. Naja, und dann der Kostenfaktor. Ich muss nochmal lesen.

      Aber letzten Endes ist es so: Wenn ich keine kostenfreie Möglichkeit finde, die Abonnenten zu informieren, muss ich es bleibenlassen. Denn nochmal: Mein Blog wirft nix ab.

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      Nachtrag 1 Stunde später: MailPoet tut es eigentlich auch.

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      • Jain – es ist erfahrungsgemäß ein Aufwand, den die Leute nicht betreiben. Ich habe etliche Bekannte, die halt gerne mitbekommen wollen, was ich so blogge, die aber sonst mit Blogs nichts am Hut haben. Die installieren sich nicht nur für mich einen Feedreader…

        Bis zu einem gewissen Limit an Mails pro Monat sind die beide kostenlos.

        Was mich halt generell nervt: dass es für RSS-Benachrichtigungen überhaupt so ein riesiges Newslettertool braucht. Sowas wie „Subscribe 2 Comments“ müsste es auch für Post-Abos geben – denkste. Zumindest habe ich absolut nichts gefunden.

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        • Du wirst lachen, in diesem so genannten „Damals“ gab es tatsächlich mal ein simples Tool, das anhand der ausgewählten Kategorie eine simple Mail-Benachrichtigung rausgehauen hat. Das wäre mir ja das liebste. Ich habe es halt nicht gefunden.

          Aber du kannst Recht haben, dass die Installation nicht allzu viele vornehmen würden. Es sei denn, die würden ohnehin noch anderen Publikationen auf die Art folgen wollen. Aber da bekommst du wenige überzeugt.

          Stimmt, MailPoet hat ein derart hohes Limit, dass ich das bis auf weiteres nicht erreichen werde. Daher probiere ich damit rum. Und es scheint zu funktionieren.

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